21.11.18

I. Protokoll vom 21.11. 18, 11:00h, anwesend: Alfred Blohm, Karl-Heinrich Büchner, Martin Dittrich, Gabriele Heise, Eckhard Heumeyer, Wiebke-Christine Jones, Christa Möller, Jörg Rossbach, Gerd Schneidereit, Parvin Schroeder, Antje William

Viele neue Gesichter, deshalb zu Beginn: Vorstellungsrunde

Tagesordnung:

  1. Christa berichtet vom Treffen der Bundesgrünen Alten bei der BDK in Leipzig

Bei der Beteiligungs-Veranstaltung am 22.9. in Frankfurt waren über 70 Teilnehmer. Dort wurde beschlossen, ein Treffen der Senioren am Rande der BDK in Leipzig zu organisieren.

In Leipzig gab es (diesmal) einen Stand neben der Grünen Jugend und guten Kontakt mit ihnen. Der Bundesvorstand der Grünen Alten will endlich ein ordentlicher Bestandteil der Partei werden.

Die Frage, wie wir in HH organisiert sein wollen, wollen wir weiter zurück stellen, um nicht den Aktivitäten der Bundesgrünen Alten im Weg zu stehen.

Alfred fragt, ob es wirklich nötig ist, eine Organisation der Senioren einzurichten, d.h. nur aufgrund eines Körpermerkmals. Christa: Kurzer Vergleich mit Frauenbewegung, Erfahrung mit Altersdiskriminierung. Parvin vergleicht mit der Rolle der Grünen Jugend. Jörg: Das ist ein großes Thema, sollte vielleicht separat nochmal besprochen werden.

  1. Vorbereitung Treffen mit LaVo und Bürgerschaftsfraktion

Am Donnerstag, den 29.11. gibt es ein Teffen mit Jenny Weggen (LaVo) und Christiane Blömeke (Bürgerschafts-Fraktion). Dafür wollen wir Antworten auf Fragen geben, die Jenny gestellt hat. Wir stimmen überein, dass die interessante Frage die Vernetzung der Menschen im Alter ist.  Zwischen Renteneintritt und Hochaltrigkeit mit evtl. Pflegebedürftigkeit können leicht 20 Jahre und mehr liegen. Diese Zeit wird bei vielen Jüngeren – auch bei den Grünen – gern übersehen, Alter wird mit Hochaltrigkeit gleichgesetzt.

Die Älteren stellen ein riesiges Wählerpotential dar, die Partei wäre dumm, wenn sie das nicht berücksichtigt. (Siehe auch Blogbeitrag )

  • Siehe unsere Antworten-Sammlung weiter unten. Falls noch weitere Anregungen dazu sind, bitte an Christa schicken, damit sie das vor dem 29.11. in unsere Antwortensammlung einbauen kann.
  1. Vorbereitung Pflegeverhinderungsveranstaltung

Christa denkt an eine Veranstaltung von ca. 2 Stunden im Frühjahr 2019.

Zusammenarbeit mit der Böll-Stiftung IST für uns möglich!

Generalthema sollte sein, dass es nicht primär um Pflege geht, sondern um deren Vermeidung.

Antje: Wer soll angesprochen werden? Ältere, alle, die sich für ein buntes Leben im Quartier interessieren.

Mottovorschläge:

JR und Rita: Pflege nein danke! —Neue Strategien zur Pflegevermeidung

Gabriele: Alt und fit – Modelle für ein gutes Altern im Quartier

Pflegende Angehörige müssen besser unterstützt werden.

Christa: von Buurtzorg würde jemand kommen, kostet aber 600 – 800€. Finanzierung

Klaus Dörner ? Gabriele wird versuchen einen Kontakt herzustellen.

Termin muss sehr bald mit Christiane Blömeke geklärt werden.

 

  1. Planung Wahl Co-Sprecher und Name

Soll auf dem nächsten regulären Treffen stattfinden am 19.12. um 18:00h mit Weihnachtsfeier.

 

  1. Verschiedenes: Martin: Umgang der Funktionsträger mit Finanzen und Einkünften muss offengelegt sein.

Alfred hätte gerne eine Argumentation zu den AfD-Behauptungen.

Wir treffen uns am 29.11. schon eine Stunde früher, um die Sammlung der E-Mail-Antworten zu besprechen.

 

II. Bisherige Antworten der Fragen von Jenny:

– Welche 2-3 besonders wichtigen zukünftigen Herausforderungen seht ihr in Euren Themen? (neue Herausforderungen durch aktuelle Entwicklungen und Trends)

  • Altersbilder ändern, nicht nur die hilfsbedürftigen Alten sehen, sondern die, die mitmischen wollen. Konkrete Ansprache in Wort und Bild bei Wahlplakaten, Veranstaltungen etc. Perspektivwechsel auf das Thema Pflege, nicht Fürsorge, sondern Unterstützung von Teilhabe.
  • In der Wirtschaft ist der Begriff der „Best Agers“ längst angekommen, aber noch nicht angemessen in der Politik. Privilegien des Alters: Zeitautonomie, Lebens- und Berufserfahrung.
  • Die harte 3-Teilung des Lebens in Ausbildung, Arbeit, Rente/Freizeit aufzuweichen und lebenslanges Lernen und Arbeiten möglich machen mit neuem Arbeitsbegriff, der Ehrenämter mit einbezieht.

 

– Welche 2-3 relevanten und bestehenden Baustellen seht Ihr in Eurem Themenfeldern? Und wie könnten Lösungen dafür aussehen?

  • Unterstützung gemeinnütziger Pflegedienste wie Buurtzorg, Kommunen stärker in die Pflicht nehmen und finanziell ausstatten.
  • Kommunale Unterstützung selbstorganisierter Nachbarschaftshilfe im Quartier. Anleitung für Ältere zur digitalen Ertüchtigung, WLAN in allen Pflegeeinrichtungen.
  • Wohnmodelle: „Wohnen für Hilfe“, Studenten wohnen in Pflegeeinrichtungen, Mehrgenerationenhäuser
  • Gemeinschaftsräume bei Neubauten, um das Miteinander der Generationen im täglichen Umfeld zu fördern

 

– Welche Themen bergen Zündstoff in Eurem Bereich und können uns gefährlich werden, sodass wir hierzu eine Position entwickeln müssen, ohne dass wir sie selbst spielen wollen? (Defensivthemen)

  • Länger arbeiten als 67 ist notwendig und gesellschaftlich und individuell sinnvoll, Menschen wollen davon aber derzeit nichts hören

àÜbergang in den Ruhestand MUSS stark flexibilisiert werden.

 

– Welche drei Schwerpunkte würdet ihr in Eurem thematischen Feld setzen?

  • Gut und generationengerecht leben im Quartier mit einer Durchmischung von Alterseinrichtungen, Kitas, Schulen
  • Guter Übergang vom Job zur Rente (Flexibiliserung!)
  • Die Welt zu einem friedlichen, saubereren und sichereren Ort für unsere Enkel machen.

 

– Was sind Eure radikalsten Forderungen (z.B. grundlegend andere Ansätze, Systemwechsel) für 2020?

  • Die harte 3-Teilung des Lebens in Ausbildung, Arbeit, Rente/Freizeit aufzuweichen und lebenslanges Lernen und Arbeiten möglich machen mit neuem Arbeitsbegriff, der Ehrenämter miteinbezieht. Junge Menschen sollten nicht mehr unter so starken Zeitdruck wie bisher stehen, da sie ein sehr langes Arbeitsleben vor sich haben. Menschen in der Rushhour sollten sich Auszeiten nehmen können, um Beruf, Kinder, Pflege der Eltern und Familie vereinbaren zu können, On-Off-Biografien müssen möglich sein, evtl. mit einem Lebensarbeitszeitkonto. Und Ältere brauchen einen sanften Ausstieg aus dem Berufsleben und können auch mit 60plus noch mal etwas ganz Neues anfangen. Niemand darf durch Arbeit so krank werden, dass er mit 60 nicht mehr arbeiten kann (z.B. das berühmte Beispiel des Dachdeckers mit kaputten Knochen und der Lehrer mit Burn Out).

 

– Was müsste passieren, um diese Forderungen erfüllen zu können?

  • Wir brauchen einen neuen Blick aufs Alter, Alter nicht als Ansammlung von Defiziten begreifen, sondern die Chance des längeren Lebens nutzen.

 

– Was könnten erste Schritte sein, wenn die Forderung nicht erfüllbar wäre?

– Was erwarten Eurer Meinung nach unsere potentiellen Wähler*innen von uns?

– Welches Thema/Forderung ist aus Eurer Sicht für die Wähler*innen am relevantesten?

– Mit welcher Forderung können wir uns positiv von der politischen Konkurrenz abheben?

– Gibt es LAG Papiere oder Beiträge, welche die Schreibgruppe unbedingt kennen sollte?

 

III. Bisheriges Pflegekonzept: 

Konzept Veranstaltung Grüne 60plus

März/April 2019

 

Gut leben im Quartier – auch im Alter

Eine Veranstaltung der Grünen 60plus und umdenken, Böllstiftung Hamburg (angefragt)

 

Begrüßung: Grüne 60plus

Moderation: Gabriele Heise, Grüne 60plus

 

Einstieg Prof. Thomas Bock, Hamburg (angefragt):

Wir brauchen bunte Quartiere, in denen auch ältere Menschen in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben können. Möglich wird das durch halbprofessionelle Stadtteil-Pflegegruppen. Das würde alten Menschen einen Lebensabend ohne Vereinsamung dort ermöglichen, wo sie hingehören, mitten ins Quartier. (15 min)

Best-practice-Beispiele aus Hamburg:

  1. Altonavi (15 min) (noch nicht angefragt)
  2. Christiane Blömeke: Wohnen für Hilfe, Mehrgenerationenhäuser, digitale Unterstützung (nachbar.de, Ipad-Kurse etc.), Beratungsstellen, barrierefrei wohnen… (15 min) (angefragt)

Best-practice-Beispiel aus den Niederlanden

  1. Johannes Technau von Buurtzorg. Entweder per Zuschaltung über Skype, per Video oder live (30 min)

Zeit für Fragen (15 min)

Welt-Café: was fehlt im Viertel? Was brauchen wir, was ist gut? Gespräche in Kleingruppen, sammeln der Infos auf Karteikarten, die kurz im Plenum vorgestellt und an einer Stellwand aufgehängt werden (45 min).

Wir legen E-Mail Listen aus für alle, die unsere Auswertung  schriftlich haben möchten bzw. zukünftig eingeladen werden wollen.

Ausklang mit Saft, Wein, Knabberzeug und der Möglichkeit zu vertiefenden Gesprächen mit allen Beteiligten und Gästen.

 

Zeitvorstellung: 17.30 Uhr bis ca. 20 Uhr, bis 21 Uhr gemütlicher Ausklang  mit Saft, Wein, Wasser, Knabberzeug.

Angefragte Referenten:

Prof. Thomas Bock, Uni HH

Altonavi (noch nicht angefragt)

Christiane Blömeke, grüne Sprecherin Seniorenpolitik in der Bürgerschaft

Johannes Technau, Münster, Buurtzorg Deutschland.  Zu Buurtzorg:Unter  dem  Motto  „Menschlichkeit  vor  Bürokratie“  hat der Holländer Jos de Blok 2007 in ganz Holland ein ambulantes Pflegesystem mit 14.000  Mitarbeiter*innen in über 920  Teams gegründet. Ziel  ist es, die Patienten  ganzheitlich  zu versorgen  und  das  ganze  Umfeld  mit  einzubeziehen,  so  dass  ältere Menschen weiter selbstbestimmt zuhause leben können.