Age-friendly City im Regierungsprogramm

400 grüne Mitglieder haben auf der Landesmitgliederversammlung das grüne Regierungsprogramm beschlossen

Ich hatte drei Minuten, um zu erklären, warum Hamburg Age-friendly City werden soll

Wow, was für eine Landesmitgliederversammlung! 98 Seiten Text, 669 Änderungsanträge, eine knapp siebenstündige Debatte mit über 400 engagierten Mitgliedern. Wir waren dabei mit mehreren Änderungsanträgen im Programm, die alle umgesetzt wurden. Und einem gesetzten Redebeitrag, den ich zu Age-friendly City halten konnte – das tolle Konzept der WHO, das jetzt im grünen Regierungsprogramm verankert ist. Einen Ausschnitt aus meiner Rede findet ihr hier:

In Hamburg steigt der Anteil der Älteren über 65 in 15 Jahren von 19 auf voraussichtlich 23% – und danach nimmt der demografische Wandel dann so richtig Fahrt auf.

Unsere Bevölkerungsstruktur wird sich stark verändern und dafür müssen wir gut aufgestellt sein.

 

Katharina Fegebank erklärt zum ersten Mal öffentlich, dass sie erste Bürgermeisterin werden möchte! Wir werden sie nach allen Kräften unterstützen!

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat deshalb das Konzept der Age-friendly Cities entwickelt, dem sich bereits über 750 Kommunen und Städte angeschlossen haben, darunter Großstädte wie London, New York, Montreal oder Stockholm.

Das Ganze ist ein immenses Netzwerk, das einen internationalen Ideenaustausch möglich macht und ein Commitment bedeutet, die Stadt in mehreren Schritten den demografischen Veränderungen anzupassen.

Es gibt einen Leitfaden, der acht Bereiche umfasst, vom Verkehr über Wohnen zur Sozialen Beteiligung  bis zu Respekt und sozialer Integration.

In Tampere, der 3. größten Stadt Finnlands, wurde z.B. ein sogenannter Marktplatz mitten in der City errichtet mit allen öffentlichen und privaten Einrichtungen und Beratungen, die Ältere brauchen.

Age-friendly bedeutet mehr als Barrierefreiheit, es umfasst neue Quartierskonzepte, die auf nachbarschaftliche Unterstützung setzen, gut beleuchtete Fuß- und breite Radwege, Chips für längere Ampelphasen, flexible Wohneinheiten, die man nach Bedarf vergrößern und verkleinern kann, kostenloses Ausleihen von Tablets und neue ambulante Pflegemodelle….

Unsere Landesvorsitzende Anna Gallina erklärt, dass Hamburg bis 2035 klimaneutral werden soll – den zweiten großeSchwerpunkt bilden die Vorschläge für mehr soziale Gerechtigkeit!

Das Wichtigste aber: Age-friendly City macht die Stadt nicht nur für Ältere lebenswerter, sondern für alle Menschen, die dort leben. Ist also generationenfreundlich und nicht nur altersfreundlich.

Es ist gut für Eltern, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind, für Kinder, Alleinerziehende, für Menschen mit geringem Einkommen, mit Migrationshintergrund oder mit Behinderungen oder für alle die sich allein fühlen.

Letzteres ist eine Entwicklung, sagt der Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski, die in den nächsten Jahren stark zunehmen wird.

Mit dem Demografie-Konzept, das Hamburg aufgestellt  hat, sind wir bereits auf einem guten Weg. Wir müssen nun ins Handeln kommen!

U. a., um Age-friendly City auch in der Bürgerschaft durchsetzen zu können, habe ich bei unserem letzten Treffen von allen anwesenden GRÜNEN 60plus-Mitgliedern ein einstimmiges Votum für eine Bürgerschafts-Kandidatur bekommen. Ich danke euch allen von ganzem Herzen und verspreche: I`ll do my very best!

Und wir bieten allen Kreisverbänden an, zu ihnen zu kommen und eine Veranstaltung vor Ort zu organisieren! Die erste wird im November in Rahlstedt umgesetzt.

Hier gibt es das komplette Regierungsprogramm.

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